Stresstypen
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Stresstypen: vermeiden, durchhalten, kämpfen

Sechs von zehn Menschen fühlen sich getresst – egal, ob beruflich oder privat. Das ergab die Befragung von 1200 Personen ab 18 Jahren im Rahmen der TK-Stressstudie 2016. Wie Menschen auf den Stress reagieren, scheint sich allerdings zu unterscheiden. Drei Strategien fallen dabei besonders auf.

1. Der Durchhalter

„Augen zu und durch“

Die Mehrheit der Deutschen (56%) begegnet Stress mit der Einstellung „Augen zu und durch“. Solange der Stress nicht zum Dauerzustand wird, akzeptieren und ertragen sie ihn. Rund 60% der Frauen gehören zu diesem Typus und etwa die Hälfte aller Männer.

Je jünger die Menschen sind, desto eher heißt die Parole „Durchhalten“. Bei den 18- bis 39-Jährigen liegt die Quote bei 63%, bei den 40- bis 59-Jährigen bei 57%. Bei den über 60-Jährigen sind es dann nur noch 47%.

2. Der Vermeider

„Duck und weg“

Mehr als jeder Fünfte Deutsche zählt zu den Vermeidern: Erst einmal zurückziehen und abwarten, bis sich alles beruhigt hat. Erstaunlich dabei: 2016 begegnen 23% der Männer Stress mit dieser Einstellung, 3 Jahre zuvor waren es nur 14%.

Was die TK-Stressstudie ebenfalls zeigt: Unter den Stressvermeidern ist der Anteil derjenigen höher, für die die Arbeit reiner Broterwerb ist und keinen Spaß macht. Und das Alter scheint eine Rolle zu spielen: Jenseits der 60 Jahre sind 29% eher der Vermeider-Typ.

3. Der Kämpfer

„Jetzt erst recht“

Bei Stress zur Höchstform auflaufen – zu diesem Typus zählen rund 16% der Deutschen. Für sie gehört Stress einfach dazu, wenn man etwas erreichen will. Sie finden sich in allen Altersklassen.