YouTube-SEO
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YouTube-SEO: Videos für Suchmaschinen optimieren

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Weißt Du, welche Suchmaschine die zweitgrößte nach Google ist? Richtig. Es ist YouTube. Und Video-Content steht bei den Online-Nutzern ganz hoch im Kurs. Doch was nützt es, wenn die mühevoll produzierten Videos am Ende bei YouTube nicht gefunden werden? Deshalb werde ich mich heute einmal ausgiebig mit dem Thema Youtube-SEO beschäftigen.

YouTube ist die Videostreaming-Plattform schlechthin. 83 % der 14- bis 29-Jährigen und fast die Hälfte aller 30- bis 49-Jährigen nutzen die Plattform mindestens einmal wöchentlich, so die Ergebnisse der ARD-ZDF-Onlinestudie 2018. Und dank Smartphones und Tablets ist ein Video heutzutage ähnlich schnell produziert wie ein Text – mit professionellen Intros und Audios. Kein Wunder also, dass die Wahl heute schnell auf Videos fällt, wenn es darum geht, multimedialen Content zu produzieren.

Doch all die Mühe ist vergebens, wenn der eigene YouTube-Kanal und die Videos nicht über die Suchmaschinen gefunden werden. Abhilfe schafft die Suchmaschinenoptimierung.

SEO für YouTube ist ganz ähnlich wie normales SEO für Online-Beiträge. Allerdings gibt es ein paar Faktoren, die gerade bei Videos zusätzlich beachtet werden müssen – ganz unabhängig davon, ob die Videos bei YouTube oder bei Vimeo veröffentlicht werden. Drei Punkte solltest Du dabei beachten: den Kanal, das Video selbst und die Engagementrate.

YouTube-SEO: der Kanal

Header-Grafik

Das Auge isst mit – auch bei einem YouTube-Kanal. Achte deshalb darauf, dass der Kanal ansprechend gestaltet ist. Eine gute Anlaufstelle für die Gestaltung der YouTube-Header kann zum Beispiel das Online-Tool Canva sein, mit dem Du professionelle Headerbilder im Handumdrehen selbst gestalten kannst – auch ohne Designkenntnisse. Und einen Grundkurs in Grafikdesign gibt es dort auch gleich. Im YouTube-Header kannst Du für Dein Unternehmen außerdem wirkungsvolles Markting betreiben und Dein Angebot schon hier eindrucksvoll darstellen.

Playlists

Mithilfe von YouTube-Playlists kannst Du den Content Deines YouTube-Kanals für Deine Besucher übersichtlich strukturieren und so eine Sammlung zu verschiedenen Themen erstellen. Wichtig dabei für das SEO: Denk an die wichtigen Keywords, die im Titel der Playlist verwendet werden sollten.

Kanalname

Der Kanalname muss so konkret wie möglich sein. Nicht vergessen solltest Du hier außerdem die Kanalbeschreibung und Links zu Deinen weiteren Social-Media-Kanälen und zum Impressum (!).

YouTube-SEO: das Video

Auch wenn Videos heute schnell mit dem Smartphone erstellt sind, solltest Du trotzdem auf eine gute Qualität achten. Das bedeutet: Nicht alles, was sich filmen lässt, sollte auch gefilmt werden. Überlege Dir immer: Ist der Inhalt des Videos tatsächlich für Deine Zielgruppe relevant? Außerdem sollten die Videos – wenn möglich und sinnvoll – geschnitten und mit einem Intro versehen werden. Das ist heute mit Apps wie Kinomatic und LumaFusion (iOS) auch mit Smartphone und Tablet ohne große Vorkenntnisse möglich.

Video-Intro (Einleitung)

Du hast nur wenige Sekunden Zeit, den User davon zu überzeugen, dass Dein Video genau das ist, was er sich anschauen sollte. Die Video-Einleitung ist deshalb der erste Eindruck und wichtigste Türöffner, der Professionalität und Mehrwert vermitteln sollte.

Tipps für die Einleitung

Was erwartet mich als User?
Hier helfen die „4 Ws“ Wer? Was? Wann? Wo?: Wer hat wen interviewt, zu welchem Thema oder Anlass und wann bzw. wo war das? Das Thema des Interviews sollte dabei im Fokus stehen.

Warum sollte ich diesem Video vertrauen?
Achte darauf, deutlich zu machen, warum Du kompetent und erfahren genug bist, um zu diesem Thema etwas zu sagen. Gibt es Beweise dafür (Auszeichnungen, Zahlen etc.)? Hast Du bereits eine etablierte Marken, dann solltest Du schon hier auf das Branding achten, z. B. durch Logos, Farben, Typografie.

Apropos Branding
Es sollte fast selbstverständlich sein: Wenn Du einen YouTube-Kanal hast, sollte die Introsequenz natürlich einen Wiedererkennungswert haben. Also: gleiches Audio, gleiche Intro-Animation.

Länge
Die Aufmerksamkeitsspanne bei YouTube liegt angeblich bei ca. 5 Sekunden. Langweile Deine User also nicht mit ellenlangen Einleitungen, sondern mach es kurz.

Videotitel

Für das Ranking ist der Titel der wichtigste Parameter – sowohl für die YouTube-Suchmaschine als auch für Google und Co. Er sollte zwischen 60 und 70 Zeichen lang sein, um nicht abgeschnitten zu werden. Wie üblich sollte das wichigste Keyword am Anfang stehen, die Marke am Ende. Wie bei einem Teaser sollte der Titel neugierig machen und die Besucher nicht enttäuschen.

Der ideale Titel sieht so aus:
Keyword: Beschreibung mit Neben-Keywords – Information – Unternehmensname

Beschreibung

Die Beschreibung des Videos darf 5000 Zeichen haben. Das ist ausreichend Platz, um für den Usern, aber auch für die Algorithmen der Suchmaschinen ausreichend Inhalte zu liefern. Ähnlich wie auf Websites gilt es hier allerdings, das Wichtigste „above the fold“, also im sichtbaren Bereich zu beschreiben. Das sind dann wiederum nur 100-120 Zeichen. Auch hier gilt: Keywords müssen rein, da dieser Bereich in den Google-Ergebnisse auftaucht. Außerdem kann an dieser Stelle eine Art Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken untergebracht werden, falls es sich um ein längeres Video handelt. Und nicht zu vergessen: Ein Call-to-Action, zum Beispiel mit der Bitte, das Video zu teilen oder zu kommentieren.

Keyword-Tags (Schlagwörter)

Bis zu 15 Keywords kannst Du hinterlegen, um den YouTube-Algorithmus dabei zu unterstützen, Deine Inhalte „zu verstehen“. Diese Keywords sind nirgendwo sichtbar und werden nur im Quellcode hinterlegt. Allerdings helfen sie YouTube dabei, ähnliche Videos zu finden. Keywords zu vergeben, ist also essenziell.

Nutze das Haupt- und die Neben-Keywords – im Singular wie im Plural. Und vergiss dabei nicht die Schlagwörter, die für Dein Unternehmen stehen.

Untertitel

Zwar sind Videos die beliebtesten Formate im Web, aber es gibt immer wieder Situationen, in denen der Ton ausgeschaltet bleiben muss. In diesem Fall holst Du Deine User mithilfe von Untertiteln ab. Da die automatischen Übersetzungen von YouTube allerdings sehr fehleranfällig sind, solltest Du sie in jedem Fall selbst texten.

Videolänge

Die von YouTube bevorzugt ausgespielte Länge ist 10 bis 16 Minuten. Videos, die kürzer sind als 2 Minuten werden offenbar schlechter bewertet. Die User bevorzugen allerdings Videos von 4-6 Minuten Länge.

Thumbnail (Vorschaubild)

Das Bild, das der User sieht, wenn er Dein Video aufruft, ist das Vorschaubild. Dazu hat YouTube ein eigenes Creator Studio, mit dem das Bild für jedes Video individuell angepasst werden kann.

Das bevorzugte Format für das Vorschaubild ist 540 x 360 Pixel im hochauflösenden Format 16:9.

Dateiname

Ja, Du hast richtig gelesen: Auch der Dateiname ist für das SEO wichtig (ähnlich wie bei Bilddateien), obwohl man ihn nirgends sehen kann. Wichtig auch hier: Bringe das wichtigste Keyword im Dateinamen unter und verbinde die verschiedenen Keywords mit Bindestrichen (nicht mit Unterstrichen).

YouTube-SEO: Engagement optimieren

Schicker Name: Engagement. Im Grunde geht es dabei darum, welche Signale Deine Nutzer senden: Wer hat den Kanal abonniert? Wie oft werden die Videos aufgerufen? Wie lang war die Wiedergabedauer (je länger, umso besser)? Alles das hat Einfluss darauf, wie Deine Videos in den Suchergebnissen angezeigt werden. Dabei hat auch die Qualität Deines Videos einen Einfluss, denn das Verhältnis von Likes zu Dislikes beeinflusst das Ranking. Und natürlich die Resonanz, also wie viele Kommentare ein Video bekommen hat. Du merkst schon: Mit Technik kommst Du hier nicht weit. Nur die Qualität Deiner Videos kann das Engagement erhöhen.

Es gibt also viele Stellschrauen, an denen Du drehen kannst, um Deine Videos bei Google, YouTube und Co sichtbar(er) zu machen. Wie schaut’s aus? Fallen Dir noch weitere ein?

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