Führungsstile
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7 Führungsstile, die man kennen sollte

„Technology does not free us of the need for leadership, it makes leadership even more important.“

Dieses Zitat wird Kofi Annan zugeschrieben – dem ehemaligen UN-Generalsekretär. Wie recht er hat. Denn digitale Transformation stellt immer größere Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Verunsicherung wächst: Wird mein Know-how noch gebraucht? Bin ich vorbereitet? Will ich das überhaupt?

Umso wichtiger ist es, dass Führungskräfte ihre Aufgabe ernst nehmen und sich mit dem Thema Führung auseinandersetzen. Schnell wird dabei deutlich, dass „alte“ Führungsstile in Zeiten der Digitalisierung ausgedient haben. Doch noch immer herrscht die Annahme: „Et het noch immer jot jejange.“

Um mir eine Übersicht über die gängigsten Führungsstile zu machen, habe ich mich auf die Suche begeben. Dabei bin ich auf den „Leadership Survey 2018“ von Kienbaum und Stepstone gestoßen. In diesem Survey beschreiben sie die bekanntesten Führungsstile, die da sind:

Ethische Führung

„Die Interessen meiner Mitarbeiter/-innen stelle ich über meine eigenen.“

Führungskräfte die nach dem ethischen Prinzip führen, legen Wert auf Transparenz und Werteorientierung. Die Mitarbeiter/-innen stehen für sie an höchster Stelle, deshalb unterstützen sie sie emotional und tragen für sie soziale Verantwortung. Ethische Führungskräfte fördern aktiv das Vertrauen und die Selbstständigkeit der Mitarbeiter/-innen.

Transaktionale Führung

„Meine Mitarbeiter/-innen weise ich darauf hin, was sie erhalten werden, wenn sie meine Anforderungen erfüllen.“

Basis der transaktionalen Führung ist ein Austauschverhältnis: Quid pro quo. Es werden klare Erwartungen formuliert. Je nachdem, ob die Erwartungen erfüllt werden oder nicht, erhalten die Mitarbeiter/-innen eine Belohnung oder Betrafung. Die Verantwortung wird dabei von der Führungskraft delegiert und die Mitarbeiter/-innen kontrolliert.

Direktive Führung

„Ich erwarte, dass meinen Anweisungen Folge geleistet wird.“

In diesem Führungsstil gibt es eine klare Rollen- und Aufgabenverteilung. Die Führungskraft ist leistungsorientiert und erwartet Disziplin. Aufgaben werden delegiert, mit der klaren Erwartung, dass den Anweisungen Folge geleistet wird: „So läuft’s und nicht anders.“

Transformationale Führung

„Ich werde als Symbol für Erfolg und Leistung gesehen.“

Transformationale Führungskräfte sind Vorbild. Die Ziele sind anspruchsvoll und werden klar kommuniziert. Dafür haben die Mitarbeiter/-innen viele Freiräumeund können selbst bestimmen, wie die Ziele erreicht werden. Die Führungskraft übermittelt eine inspirierende Vision und einen Sinn in der Arbeit, der die Mitarbeiter/-innen motiviert.

Strategische Führung

„Ich lege genaue Ziele fest, damit die Mission erreicht werden kann.“

Führungskräfte mit einem strategischen Führungsziel analysieren das Aufgabenfeld und leiten daraus Ziele ab. Damit die Ziele erreicht werden, versorgen sie Ihre Mitarbeiter/-innen mit den nötigen Ressourcen und räumen Hindernisse aus dem Weg. Wichtiges Merkmal zudem: Ein konstruktives Feedback, damit die Mitarbeiter/-innen aus ihren Fehlern lernen können.

Laissez-faire-Führung

„Ich bin mit allem einverstanden, was meine Mitarbeiter machen, egal, was es ist. Oder zumindest gebe ich ihnen das Gefühl.“

Laissez-faire-Führungskräfte machen keine Vorgaben und nicken alles ab. Die Mitarbeiter/-innen haben enorme Freiräume. Nicht ohne Grund wird dieser Führungsstil auch als „Non-Leadership“ bezeichnet. Die Führungskraft beteiligt sich nicht am Teamwork und gibt auch kein Feedback, versorgt das Team aber mit nötigem Material.

Negative Führung

„Ich spreche vor anderen schlecht über meine Mitarbeiter/-innen.“

Negative Führungskräft sind vor allem eines: laut und aggressiv. Kritik an den Mitarbeiter/-innen gehört zum Arbeitsalltag. Die Mitarbeiter/-innen werden ausgenutzt und zur Arbeit gezwungen. Sie sind impulsiv und unberechenbar.